Pixel waren so freundlich mir einen ihrer neuen Blitze X800C zur Verfügung zu stellen.
Ich denke sie haben sich mit dem neuen Modell einen Gefallen getan. Ich habe mir bereits den Pixel Mago näher angeschaut und muss sagen, dass der Neue eine Entwicklung in die richtige Richtung ist. Ein paar Mankos des Mago wurden ausgemerzt und das Gesamtkonzept stimmt.
Natürlich kann man beide Blitze nicht ganz vergleichen, denn der Mago war ein erster Versuch ein Videolicht zu integrieren. Trotzdem werde ich hier einige Vergleiche anstellen.

Hier ein Video meiner ersten Eindrücke zu Bedienung und Haptik. Mir ist eine intuitive Bedienung bei einem Blitz immer sehr wichtig weil man im Eifer des Gefechts nicht ewig mit der Bedienung und Menüführung kämpfen sollte, das erhöht den Stress und macht einen unprofessionellen Eindruck.
Es geht hier im Artikel und im Video auch erst Mal nicht um jedes Features im Detail, sondern ich möchte einen Überblick vermitteln.

Und hier noch Mal die wichtigsten Punkte in Textform:

Im Vergleich zum Mago:

Der X800C ist kompakter und der Blitzkopf ebenfalls. Damit können Lichtformer problemlos verwendet werden. Der mitgelieferte Diffusoraufsatz schnappt super ein, hält sehr gut und ist schön kompakt. Beim Mago war der Diffusoraufsatz nicht zu empfehlen.
Ich bin zwar kein Fan von Drehrädchen auf der Rückseite, vor allem wenn sie so ungenau umgesetzt sind wie beim Mago, aber beim X800C wurde hier nachgebessert und ich halte es sogar für etwas genauer als beim Shanny SN600SC. Trotzdem werden manchmal die "klicks verschluckt" und ich würde mir lieber klassische Buttons zum ändern der Einstellung wünschen.


Positive Aspekte:

Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und das Einstellrad ist wie gesagt gut zu gebrauchen.
Insgesamt gefällt die Verarbeitung, auch der Lock an der Gummimanschette des HotShoes rasten sauber ein.
USB-Anschluss für Firmwareupgrades
Recht kompakt und sogar kürzer als der Shanny SN600SC.
Eine Batterieanzeige im Display gibt über den Akkuzustand Auskunft.
Menüführung weitestgehend logisch bis auf ein paar Details (siehe unten).


Kritikpunkte:

Der PowerOn-Schalter wurde leider vom Mago übernommen. Der Schalter hat also wieder 2 Positionen und wenn man komplett anschaltet sind die Tasten des Blitzes gesperrt. Die Reihenfolge ist also Off - On - Lock und vielleicht kann man mir jemand erklären welchen Sinn diese Reihenfolge machen soll anstatt Off - Lock - On. ;-)
Einer der größten Kritikpunkte ist die etwas langsame Aufladezeit. Im Video sieht man sehr schön wie lange der Blirt im Gegensatz zum Shanny neu lädt. Das sind etwa 3s mit Eneloop-Akkus und beim Shanny etwa 2s. Das ist schon ein deutlicher Unterschied und gilt bei schnellen Bildfolgen zu beachten.
Die ETTL Belichtung variiert immernoch etwas, das war beim Mago auch schon verstärkt der Fall und ist auch beim X800C nicht völlig behoben. Da es aber eine USB Schnittstelle gibt besteht noch Hoffnung, dass softwareseitig nachgebessert wird. Die Belichtungs-Unterschiede sind allerdings auch nicht gravierend.
Die Batterietür hat keine Gummi-Dichtung. Ok, das ist meckern auf hohem Niveau, aber der Trend geht tatsächlich zu einer besseren Abdichtung gegen Feuchtigkeit (siehe Shanny SN600SC).
Bei der Menüführung finde ich speziell den S1/S2 Modus relativ versteckt. Außerdem muss die Taste zum umschalten der Master/Slave-Modi etwas länger gedrückt werden, was unnötig Zeit kostet.
 

Vergleichsbilder zwischen Shanny SN600SC - Pixel X800C - Yongnuo YN565EX:

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